Der Bereich Arbeitslehre im Wahlpflichtbereich wird von den Fächern Technik, Wirtschaftslehre und Hauswirtschaftslehre gestaltet. Im Unterschied zu den Naturwissenschaften werden diese Fächer getrennt voneinander unterrichtet.  

Im Fach Hauswirtschaftslehre stehen der Arbeitsplatz Küche und die Frage des Haushal­tens im Mittelpunkt. In Wirtschaftslehre werden die allgemeinen Veränderungen der Lebensgrundlagen der Menschen betrachtet, die sich in der Wirtschaftsweise ausdrücken. Das Fach Technik beschäftigt sich mit der Entwicklung von Geräten und Hilfsmitteln zur Bewältigung und Vereinfachung der Arbeit.

Ziel und Bedeutung der Arbeitslehre:

Arbeitslehre soll die Schüler(innen) schon in der Schule gründlich auf ihre späteren Rollen als Arbeitnehmer(innen) und Verbraucher(innen) vorbereiten. Diese Vorbereitung erfolgt genauso wie im Alltagsleben durch praktisches Handeln und die damit verbundene Erkenntnis der Zusammenhänge, aus der sich dann die Theorie ableitet.

Das Fach Technik soll Zugang zu den Techniken und Technologien verschaffen, die unser praktisches Leben bestimmen. Es möchte Arbeitsprozesse als Abfolge vieler kleiner Schritte veranschaulichen, in denen durch den Fluss von Energie etwas bewirkt wird, und so technische Systeme in ihrer Funktionsweise verständlich machen. Ferner sollen technische Problemstellungen anhand einfacher Modellkonstruktionen gelöst und dabei handwerkliche Fertigkeiten und technisches Denken geschult werden. Außerdem sollen gesellschaftliche Konsequenzen zunehmender Technisierung aufgezeigt werden, wie sie z.B. durch den Einsatz der Mikroelektronik entstehen.

Im Fach Wirtschaftslehre wird auf die komplizierten Zusammenhänge des (Volks-) Wirtschaftslebens vorbereitet. Neben den allgemeinen Gesetzen des Wirtschaftens werden besonders die Rollen als Arbeitnehmer(in) und Verbraucher(in) besprochen. Dabei wird versucht, die Besonderheiten des Standorts Lüdenscheid herauszustellen.

Das Fach Hauswirtschaftslehre beschäftigt sich mit dem Haushalt, der kleinsten wirt­schaftlichen Betriebseinheit, an der die Vorgänge des Wirtschaftens beispielhaft nachvoll­zogen werden können. Überall, wo Menschen zusammenleben, ihre Bedürfnisse äußern und befriedigen, wird hausgehalten. Somit kann dieser allen Schüler(inne)n bekannte Ort dazu dienen, die für das Haushalten nötigen Erkenntnisse zu gewinnen.

Die Form und die Inhalte des Arbeitslehreunterrichts:

Das Fach Arbeitslehre wird in den Klassen 6 und 7 mit drei, später mit zwei Wochenstunden unterrichtet, wobei die Fächer halbjährlich wechseln, so dass alle drei Fächer des Fachbereiches nacheinander Berücksichtigung finden.

Das Fach Technik behandelt die Bereiche:

  • Technisches Zeichnen
  • Fertigungstechnik (Bearbeitung unterschiedlicher Materialien)
  • Maschinentechnik (Hebelwirkungen, Übersetzungen, Getriebe)
  • Informationstechnik (elektrische Schaltungen, Programmsteuerungen z.B. bei Wasch­maschinen und Ampeln)
  • Elektronik (z.B. Schaltungen mit integrierten Bauelementen)

Der Unterricht findet in speziell ausgestatteten Technikräumen und teilweise im Computer­raum statt.

In Wirtschaftslehre sollen die Schüler(innen) darauf vorbereitet werden, sich in ihren künftigen Berufs- und Lebens­situationen zurechtzufinden. Dabei geht es vor allem um

  • das Kennenlernen verschiedener Berufsbereiche
  • den Wandel von Berufsbildern und -feldern
  • die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen den Lebens- und Arbeitsbedingungen
  • die Gesetze des Marktes
  • mündiges Verbraucherverhalten.

Da sich die Tätigkeiten im Haushalt immer mehr auf Mann und Frau verteilen, erhalten in Hauswirtschaftslehre Jungen wie Mädchen gleichermaßen Einsichten in Zusammenhänge des Haushalts. Hauswirtschaftslehre verlangt von den Schülerinnen und Schülern eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit

  • Herstellungsprozessen ( Garverfahren, Hygiene, Hilfsmittel )
  • Kostenrechnung (Preis, Etatverwaltung, Angebot, Nachfrage,....)
  • sozialen Fragen (Wohnen, Freizeit, Rolle des Kindes).
  • Ernährungskunde (Nährwert, Diät)

Der Unterricht findet in unserer Lehrküche statt.

Allerdings sollten nur die Schüler und Schülerinnen Arbeitslehre wählen,

  • die ihre Erkenntnisse eher praktisch als theoretisch erarbeiten möchten. Das sind Schüler und Schülerinnen, die vermutlich wenig Interesse am Studium haben, sondern lieber etwas mit ihren Händen tun. Über das praktische Handeln können sie die Zusammenhänge der Welt ”begreifen” und so die gleichen Erkenntnisse haben, die andere sich lieber durch das Studium theoretischer Texte aneignen.

Der Bereich Naturwissenschaften im Wahlpflichtbereich umfasst die Fächer Biologie, Chemie und Physik. Im Unterschied zu Arbeitslehre werden diese jedoch nicht als getrennte Fächer, sondern integriert, d.h. als ein Fach, unterrichtet. Die Unterrichtsgegenstände sind so ausgewählt, dass möglichst wenig Überschneidungen mit dem Pflichtunterricht auftreten und keine Inhalte vorweggenommen werden.

Ziele und Bedeutung:

Die Geschichte der Menschen und der geistigen Erkenntnisse ist auf den alten Wunsch der Menschen zurückzuführen, sich die Natur untertan zu machen. Dazu müssen die Men­schen verstehen, wie die Natur funktioniert. Diese komplizierten Zusammenhänge und Vorgänge haben eine Spezialisierung in Fachgebiete zur Folge gehabt. Alle NW-Fächer betrachten die Natur, jedes jedoch auf seine eigene Art. Da sich alle mit dem gleichen Thema befassen und un­ser alltägliches Leben auch nicht in Teildisziplinen unterteilt ist, sollen die Schülerinnen und Schüler im NW-Unterricht von den Alltagsphänomenen ausgehen und sie dann aus den unterschiedlichen Blickwin­keln der drei Fachrichtungen heraus untersuchen, um so mehr über die Zusammenhänge auf der Welt zu verstehen. Dabei sollen in besonderem Maße das Problemdenken geweckt, eigene Versuche ausgedacht und ausgeführt und die Anwendung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse in technischen Geräten entdeckt werden.

Die Form und die Inhalte des Naturwissenschaftsunterrichts:

Die Schülerinnen und Schüler haben in den Klassen 6 und 7 drei, später zwei Wochenstunden NW-Unterricht. Die einzelnen Unterrichtsreihen haben dabei stets einen Schwerpunkt in einem der drei Fachgebiete. Die Themen werden jedoch so gewählt, dass naturwissenschaftliche Inhalte und Arbeitsweisen immer wieder übergreifend und zusammenhängend behandelt werden kön­nen. Zwei Beispiele für Unterrichtsthemen sollen dies verdeutlichen:

  1. "Fortbewegung in Natur und Technik" in Klasse 6:

Unter biologischem Blickwinkel beschäftigen sich die Schüler(innen) mit Art und Ausstattung von Lebewesen und den daraus resultierenden Formen der Fortbewegung auf dem Land, im Wasser oder in der Luft. Aus physikalischer Sicht untersuchen sie die Bedingungen für Geschwindigkeit auf dem Land, im Wasser oder in der Luft. Die verbindenden Fragen können dann lauten: Was haben ein Fisch und ein U-Boot gemeinsam? Was unterscheidet sie? Der Mensch hat vom Fisch gelernt, unter Wasser schnell zu schwimmen.

  1. “Mensch und Umwelt" in Klasse 9:

Aus biologischer Sicht geht es um das Überleben der Lebewesen durch sauberes Wasser und saubere Luft. Aus chemischer Sicht stehen Methoden zur Wasseruntersuchung und zur chemischen Untersuchung der Luft zur Verfügung. Die Schüler und Schülerinnen können damit die Luft und das Wasser ihres Heimatraumes untersuchen und beurteilen.

Allerdings sollten nur die Schüler und Schülerinnen Naturwissenschaften wählen,

  • die neugierig auf biologische, chemische und physikalische Vorgänge und Sachverhalte sind
  • und gerne untersuchen, kombinieren und knobeln.

Das sind häufig Schülerinnen oder Schüler, die in Mathematik keine allzu großen Schwierigkeiten haben und schon in der Grundschule großes Interesse am Sachunterricht zeigten.

Der Bereich Darstellen und Gestalten im Wahlpflichtbereich wird aus Gestaltungs-elementen und Ausdrucksformen der Fächer Sport, Deutsch, Musik und Kunst gebildet. Diese Fächer werden nicht als getrennte Bereiche, sondern integriert, d.h. fächerübergreifend als ein Fach, unterrichtet. In diesem Wahlpflichtunterricht werden Inhalte und Methoden vermittelt, für die im Klassenunterricht der Kernfächer die Zeit nicht reicht oder die dort im Lehrplan nicht vorgesehen sind. Dadurch werden Überschneidungen mit diesen Fächern vermieden.

Ziele und Bedeutung:

Das Wahlpflichtfach Darstellen und Gestalten spricht Schülerinnen und Schüler an, die kreativ mit ihrem Körper, ihrer Stimme, einem Musikinstrument und / oder mit Stift, Pinsel, Hammer und Säge umgehen können und wollen. Es stellt somit eine sinnvolle Ergänzung der praxisorientierten Fächerangebote dar.

Genau wie in den anderen WP-Fächern werden auch in Darstellen und Gestalten in der Regel Klassenarbeiten geschrieben, jedoch erfordert der besondere Charakter des Faches auch besondere Wege bei der Noten­findung. Gleichwertig neben mündliche und schriftliche Beiträge (Referate, Arbeitsmappe) treten Darbietungen, z.B. eine Rolle in einem Theaterstück, die Gestaltung des Bühnenbildes oder ein musikalischer Beitrag.

Die Form und die Inhalte des Faches Darstellen und Gestalten:

Das Unterrichtsfach Darstellen und Gestalten wird grundsätzlich in doppeltbesetzten Fachstunden erteilt, d.h. während des Unterrichtes sind immer zwei Fachlehrer anwesend.

Die Schülerinnen und Schüler haben in den Klassen 6 und 7 drei, später zwei Wochenstunden. In Jahrgang 6 und 7 werden Grundtechniken erworben und einfachere Darstellungsformen der beteiligten Fächer geübt, die in Jahrgang 8 bis 10 zu komplexeren Darstellungsschwerpunkten verbunden werden. Die fachlichen Schwerpunkte sind die Wahrnehmung und Darstellung des eigenen Körpers, die Analyse und Produktion geschriebener und gesprochener Texte sowie die Analyse und Produktion visueller und akustischer Informationen. Daraus können sich beispielsweise die folgenden Schwerpunkte ergeben: Klasse 6: Pantomime und Rollenspiel; Klasse 7: Klangexperimente, Masken- und Requisitenbau; Klasse 8: Performance und Hörspiele; Klasse 9: Spiel und Theater; Klasse 10: Layouten und Film. Der Unterricht wird projektartig geplant und erteilt. Jedes Unterrichtsthema beinhaltet Phasen der praktischen Arbeit, der theoretischen Auseinandersetzung und endet mit einer Präsentation (Ausstellungen, Aufführungen usw.), in der sich die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zeigen und bewerten lassen.

Allerdings sollten nur die Schüler und Schülerinnen Darstellen und Gestalten wählen,

  • die in den Fächern Kunst, Musik, Sport und Deutsch mindestens befriedigende Leistungen aufweisen. Besondere Leistungen in einem dieser Fächer sind vorteilhaft.
  • die gut in Gruppen mit anderen zusammen arbeiten können, denn das angestrebte Produkt ist immer ein Ge­meinschaftsprodukt, zu dem die individuellen Arbeitsergebnisse zusammenwachsen;
  • die sich intensiv und längerfristig mit einem Thema auseinandersetzen können;
  • die Mut dazu und Spaß daran haben, sich auf neue Erfahrungen einzulassen.

Ziele und Bedeutung des Französischunterrichts:

  • Nach Englisch ist Französisch in Europa die Fremdsprache, die die meisten Möglichkeiten zur Verständigung im Ausland bietet. Durch die französische Sprache eröffnet sich der Zugang zur Bevölkerung eines großen und interessanten Nachbarlandes und zu den Menschen vieler Länder dieser Welt. Französisch ist die Sprache der Diplomaten und die vor­herrschende Sprache in der Verwaltung der Europäischen Union.
  • Französischkenntnisse sind jedoch nicht nur für Politiker(innen), Manager(innen), Kauf­leute, Wissenschaftler(innen) oder Dolmetscher(innen) wichtig. Wer fähig ist, sich mit Fran­zösisch sprechenden Partner(inne)n zu verständigen, wird in vielen Berufen, aber auch auf Reisen größere Chancen haben.

Die Form und die Inhalte des Französischunterrichts:

Im Französischunterricht bis Klasse 10 bzw. ab Jahrgang 8 sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, Alltagssituationen mündlich und schriftlich innerhalb der Umgangssprache zu bewältigen. Um ein möglichst korrektes Sprechen und Schreiben zu erreichen, wird notwendigerweise das Er­lernen und Beherrschen der grammatikalischen Grundlagen eine wichtige Rolle spielen. Damit gewinnen die Schülerinnen und Schüler auch Einblicke in Aufbau und Funktionsweise von Sprache überhaupt. Zwar ist diese Phase des Spracherwerbs für deutsche Schüler(innen) zunächst schwieriger als beim Erlernen des Englischen, aber durch ihre strenge Regelhaftigkeit ist die französische Sprache überschaubarer als unsere deutsche Sprache.

Das beständige Üben von Vokabeln, Redewendungen und grammatikalischen Formen erfordert notwendigerweise Zeit und Einsatz. Zusätzliche Studien, wie z.B. einen Brief schreiben, eine Zeitung oder andere Texte lesen gehören ebenfalls zum Unterricht. Im Unterricht wird in der Regel Französisch gesprochen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch in Le Havre teilzunehmen. Weitere außerunterrichtliche Projekte sind in Planung (Kurzfahrten in den französischen Sprachraum, z.B. nach Frankreich oder Belgien).

Allerdings sollten nur die Schüler und Schülerinnen Französisch wählen,

  • die bisher keine großen Schwierigkeiten in Deutsch und Englisch hatten und gerne eine weitere Sprache praktisch in Wort und Schrift und Kommunikation anwenden möchten;
  • die bis zum Abitur drei Fremdsprachen erlernen möchten (Englisch ab Klasse 5, Französisch ab Klasse 6, 8 oder Klasse 11).

 

Bedeutung und Ziel des Lateinunterrichts:

  • Die Welt der Römer und die lateinische Sprache haben unsere euro­päische Kultur ent­scheidend geprägt. So haben viele Fremd- und Lehnwörter einen lateinischen Ursprung. Die Beschäfti­gung mit der lateinischen Sprache macht es uns möglich, die Welt der Römer für uns zu erschließen, die römische Kultur zu verstehen und ihren Einfluss auf unsere Kultur aufzu­decken.
  • Mit Latein lernen die Schülerinnen und Schüler, gerade weil diese Sprache heute nicht mehr gesprochen wird, wie Sprache an sich funktioniert. Sie können dieses Wissen später beim Umgang mit der Muttersprache und beim Erlernen moderner Fremdsprachen (Französisch, Italienisch und Spanisch) nutzbringend anwenden.
  • Zudem will die Gesamtschule ihren Schülerinnen und Schülern alle Chancen im Bildungsbereich eröffnen, also auch die Studienrichtungen und Berufe, für die das Latinum die notwendige Voraussetzung, zumindest aber eine wesentliche Hilfe ist (siehe auch Kap. 3.2.1.3).

Die Ziele und die Inhalte des Lateinunterrichts:

Im Lateinunterricht bis Klasse 10 lernen die Schülerinnen und Schüler an lateinischen Texten die Sprache sowie die Lebensweise, Kultur und Geschichte der Römer kennen. Anders als bei den modernen Fremdsprachen ist die Unterrichtssprache Deutsch. In den ersten Jahren wird mit einem Lehrwerk gearbeitet, das den Erwerb des Grundwortschatzes, der grammati­kalischen Grundkenntnisse und grundlegender Methoden der Texterschließung ermöglicht und mit der Alltagswelt der Römer bekannt macht. In einer aufbauenden Phase werden dann Originaltexte römischer Autoren gelesen und besprochen. Das Angebot Latein zu erlernen, richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die den Wunsch, die Fähigkeit und den Einsatz mitbringen, eine zweite Fremdsprache zu erlernen. Es besteht die Möglichkeit, an einer Romfahrt teilzunehmen.

Allerdings sollten nur die Schüler und Schülerinnen Latein wählen,

  • die mehr am Nachdenken über Sprache als am Sprechen einer Sprache interessiert sind,
  • die mit Grammatik und Vokabellernen gut zurechtkommen, aber Probleme mit der Aus­sprache und/oder dem freien Sprechen haben,
  • die nach dem Abitur ein Fach studieren wollen, bei dem der Nachweis von Lateinkenntnissen nötig ist,
  • die bis zum Abitur drei Fremdsprachen erlernen möchten (Englisch ab Klasse 5, Latein ab Klasse 6 oder Klasse 11).

An der Adolf-Reichwein-Gesamtschule müssen alle Schülerinnen und Schüler neben Deutsch, Englich und Mathematik von Klasse 7 bis Klasse 10 ein weiteres Hauptfach belegen. Neben  Deutsch,  Englisch  und Mathematik  kommt  nun das Wahlpflichtfach (WP) hinzu. Dieses Fach trägt diesen Namen, da es sich um ein Pflichtfach handelt, bei dem die Schüler zwischen fünf verschiedenen Lernbereichen wählen können.

Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich für eines dieser Wahlpflichtfächer entscheiden:

 

Der Unterricht im Wahlplichfach wird wöchentlich in den Klassen 7 - 9 mit drei Stunden, ab der Klasse 10 zwei Stunden, in der zweiten Fremdsprache auch weiterhin mit drei Stunden erteilt. Im Gegensatz zu den anderen Hauptfächern werden die Schülerinnen bzw. Schüler im Fach WP nicht in G-Kurse bzw. E-Kurse eingeteilt.  Wie in den anderen Hauptfächern werden Leistungsbeurteilungen durch Klassenarbeiten vorgenommen.  Die erzielten Noten haben bei Versetzungs- und Abschlussentscheidungen eine besondere Bedeutung.

Die unterschiedlichen Wahlpflichtfächer sollen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, ihren Lernbedürfnissen gerecht zu werden und ihre Lerninteressen zu verstärken. Sie sollen ihren individuellen Neigungen und Interessen entgegenkommen.

Ganz gleich, für welchen der vier Lernbereiche sich Eltern und Kind entscheiden, es kann alle Schulabschlüsse erreichen, da alle angebotenen Kurse gleichwertig sind. Es fällt also keine grundsätzliche Vorentscheidung bezüglich der Schullaufbahn des Kindes. Allerdings sollten die Eltern bei der Wahl des Wahlpflichtfaches Folgendes bedenken:

  • Die  WP - Entscheidung gilt für fünf Jahre, also bis zum Ende der Klasse 10, und sollte deshalb gut bedacht sein. Bei der Entscheidung für einen Kurs sollten Neigung und Eignung des Kindes eine wichtige Rolle spielen. Wir  raten davon ab, Schülerinnen oder Schüler zu zwingen, ein ungeliebtes Fach zu wählen, zumal die Note in dem WP-Fach  mit großer Gewichtung in die Leistungsbewertung zur Vergabe der Schulabschlüsse eingeht.
  • Für das Abitur ist allerdings eine zweite Fremdsprache erforderlich. Obwohl auch in der Jahrgangsstufe 11 eine zweite Fremdsprache erlernt werden kann, sollten Schülerinnen und Schüler, die das Abitur anstreben sowie in Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens befriedigende Leistungen aufweisen, bereits jetzt die zweite Fremdsprache wählen.
  • Die Note im Wahlpflichtbereich gilt als Hauptfachnote und unterliegt damit strengeren Anforderungen, z.B. erhält eine Schülerin oder ein Schüler mit der Note „mangelhaft” in WP  nicht die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Eine Fehlwahl, die zu schlechten Zensuren führt, könnte durchaus den angestrebten Abschluss gefährden.

Da die Gesamtschule dem unterschiedlichen Leistungsvermögen aller Schüler gerecht werden will, werden sie im Laufe ihrer Schulzeit in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch und Chemie in Fachleistungskursen unterrichtet. In  den Fächern Mathematik  und  Englisch  erfolgt  die  Fachleistungsdifferenzierung  ab Klasse 7, in Deutsch ab Jahrgang 8 und Chemie ab Klasse 9.

In diesen Fächern findet der Unterricht nicht mehr im Klassenverband statt, sondern entweder in einem Grundkurs (G-Kurs) oder in einem Erweiterungskurs (E-Kurs), die sich jeweils durch ein unterschiedliches Anforderungsniveau unterscheiden.

Unterrichtsfächer  
 ohne
Fachleistungsdifferenzierung
 mit
Fachleistungsdifferenzierung

 Kunst, Musik,

Biologie, Physik,

Gesellschaftslehre, Sport,

Religion, Philosophie,

Technik, Hauswirtschaft,

Wirtschaftslehre, Wahlpflicht

 Grundkurs oder

Erweiterungskurs:

Englisch(Klasse 7)

Mathematik(Klasse 7)

Deutsch(Klasse 8)

Chemie (Klasse 9)

Der Unterricht in den Grundkursen orientiert sich vorwiegend an Anforderungen, die zur Erlangung des Hauptschulabschlusses erforderlich sind. Er wird durch zusätzliche Unterrichtsinhalte ergänzt, die jedoch nicht von allen Schülerinnen bzw. Schülern erreicht werden müssen. Der Unterricht in den Erweiterungskursen stellt höhere Lernanforderungen, da er zur Fachoberschulreife bzw. zur Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk führt, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt.

Die G-Kurse unterscheiden  sich von den E-Kursen im Wesentlichen durch folgende Gesichtspunkte:

  Lernanforderungen

 Grundkurs:

geringeres Lerntempo

geringerer Schwierigkeitsgrad

anschaulicher und praxisnäher

geringerer Umfang des Lernstoffes

Erweiterungskurs: 

höheres Lerntempo

höherer Schwierigkeitsgrad

abstrakter und theoretischer

höherer Umfang des Lernstoffes

Bei der Entscheidung, welche Schülerin bzw. Schüler einem E-Kurs zugewiesen wird, sind u.a. folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:

  • mindestens befriedigende Leistungen in dem betreffenden Fach
  • Lernentwicklung in dem Fach (Belastbarkeit, Arbeitshaltung)
  • Leistungen in den anderen Fächern
  • Be- bzw. Entlastung durch die Wahlpflichtentscheidung und Zuweisung in dem anderen Differenzierungsfach.

Bis zur 10. Klasse kann eine Schülerin bzw. ein Schüler bei entsprechender Leistungsentwicklung  zwischen einem G-Kurs und einem E-Kurs wechseln, und zwar zu Beginn eines Schuljahres nach Beschluss der Klassenkonferenz. Sollte also ein Kind in der Klasse 7 einem G-Kurs zugewiesen worden sein, weil sein augenblicklicher Leistungsstand nichts anderes erlaubt, hat es bei verbesserten Leistungen die Möglichkeit, in den E-Kurs umzusteigen.  Umgekehrt  kann  ein Kind, das in  einem E-Kurs überfordert  ist, in  den  G-Kurs wechseln. Dabei bleiben die Schülerinnen und Schüler natürlich in der gleichen Klasse, denn es wechselt ja nur die Lerngruppe, z.B. in Englisch oder in Mathematik. Diese Offenheit der Schullaufbahnen wird durch Umstufungsmöglichkeiten bis zur Klasse 10 gewährleistet.

Deutsch Mathematik Englisch Chemie

Arbeitslehre (Technik/Hauswirtschaft/

Wirtschaftslehre)

 
*WP - Latein *WP - Naturwissenschaft *WP - Informatik *WP - Arbeitslehre *WP - Darstellen und Gestalten   *WP - Spanisch 
Physik Biologie Informatik 5-6  GL  Sport Kunst
Musik

Religion

ev. / kath.

Prak. Philosophie  HSU - arabisch HSU - griechisch  HSU - arabisch

 *WP - Wahlpflichtfach

 

Unser fächerübergreifendes Methodencurriculum 

Sekundarstufe I der Städtischen Adolf-Reichwein-Gesamtschule

Adolf-Reichwein-Gesamtschule
Eulenweg 2
58507 Lüdenscheid

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.starg.de
Telefon Sekretariat: 02351/9593-0

 

Schulleiter: Herr Sven Arriens

Stellvertr. Schulleiter: Rafael Urbasik

Didaktischer Leiter: N.N.

Abteilungsleiterin 5 - 7: Frau Kirsten Michalzik

Abteilungsleiterin 8 - 10: Frau Maren Altevogt

 

 

Beratungslehrer:

Abteilung 5 - 7: Herr Sebastian Herz, Frau Ricarda Peter

Abteilung 8 - 10: Frau Ann Kathrin Modisch, Herr Maximilian Leuchter

 

Anmeldungen 2026-2027

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